Sonntag, 12. Juli 2015

{Review} Reiseführer London und Südengland

Seid ihr auch schon so im Reisefieber wie ich?
Naja, es dauert noch über einen Monat, bis ich wieder mal in England bin. Hauptsächlich um Freunde in und um London zu besuchen und durch die Pubs zu ziehen ;D
Aber diesmal möchten wir weiter in den Süden und uns ein paar nette Plätze ansehen, wie bspw. Dorset, nach Cornwall schaffen wirs wohl nicht, aber vielleicht nach Brighton, Hastings, Chilham (da wurde Jane Austens Emma von der BBC gedreht und Agathas Marple!!) und Dover. Mal sehen wo es uns dann hinverschlägt.

Vor einer Reise (und auch zum Einstimmen) wältze ich am liebsten Reiseführer. Ich bin eine absolute Buchliebhaberin und bei mir darf kein Buchrücken gebrochen werden, keine Ecke in den Seiten umgebogen werden und das Buch sollte überhaupt aussehen wie neu.
Einzige Ausnahme sind Reiseführer. Die dürfen gebraucht aussehen, da sie ja auch einiges hinter sich haben nach einer Reise.


In London kenne ich mich schon ganz gut aus (bin mind. 1x im Jahr dort - dieses Jahr vielleicht etwas öfter ;D), vor allem da ich mich zu einer Extrem-Fußgängerinnen zähle. Das heißt ich wandere mit meinen Freund lieber überirdisch herum, als mit den Öffis zu fahren. Das längste was wir beide an einem Tag gewandert sind waren 45 km in Japan an einem Tag. Ich finde, man lernt so am besten etwas von Land und Leuten kennen. Klar verläuft man sich auch mal, aber gerade dadurch findet man wieder neue Plätze abseits von den Touri-Plätzen.
Dennoch findet man in Reiseführern auch Plätze die man noch nicht kennt oder nicht mal meine Freunde in London ;D

Ich stelle euch gleich mal zu Beginn den London Reiseführer von Dorling Kindersley Vis-à-Vis vor.
Besondeers toll an den Reiseführer finde ich, gleich zu Anfang findet sich ein kleines Rezeptbüchlein, dass man auch herausnehmen kann. Es nennt sich So schmeckt London und es gibt Rezepte zu Eaton Mess, Scones, Kedgeree, usw. Ich finde so etwas total nett, um sich schon auf den Urlaub einzustimmen.


Toll finde ich auch, das es durchwegs bunt gehalten ist und alles wirklich mit Liebe gemacht ist. Es gibt auch immer wieder total schöne Zeichnungen von allem. Es wird zu Anfang auch die Geschichte Londons kurz erzählt. Wollt ihr mehr zur Geschichte Londons erfahren, so empfehle ich euch das Museum of London (der Eintritt ist übrigens kostenlos!) da kann man locker einen Regentag verbringen mit Spaß zur Geschichte und durchaus auch für Kinder gemacht. 


Auch wichtige Gebäude speziell an der Thames werden erklärt, ideal wenn man einfach mal den Fluß entlangspazieren möchte. Wieder ist alles in Farbe.


Diese gezeichneten "overviews" von wichtigen Plätzen in Verbindung mit den Fotos finde ich besonders gelungen.


Es gibt zu allen Themen auch Zusatzinfos und historische Infos. Wie beispielsweise bei Pubs und Bars, so werden auch Pub-Regeln, Englisches Bier und Historische Pubs, Themen Pubs, usw. erklärt. 


Zum faltbaren Stadtplan ganz hinten, findet sich auch auf den Seiten ein Plan der wichtigsten Orte. Was mir persönlich lieber ist als die unhandlichen Stadtpläne. Aber hier hat man die Option zu beiden. Auch bei den Plänen auf den letzten Seiten sind selbst die Namen von den kleinen Gassen aufgeschrieben, was ich besonders toll finde.


Kommen wir zum Lonely Planet London. Zu Lonely Planet verbindet mich eine besondere Beziehung. Der Reiseführer Japan hat mich auf zwei Reisen begleitet und ich fand ihn so toll, dass ich ihn mir noch zusätzlich auf Englisch gekauft habe. Ohne diesen Reiseführer hätte ich bestimmt einige Plätze in Japan nicht gesehen, die ich nun auf meine Checkliste schreiben kann.

Der Lonley Planet London ist nicht so bunt wie der von DK. Er hat zu Anfang einige bunte Seiten und der Stadtplan auf den Seiten hinten ist bunt. Natürlich hat er auch einen faltbaren Stadtplan. 


Wirklich gelungen finde ich das Insiderwissen, so können alteingesessene London-Hasen wie ich noch was dazulernen. Hier gibt es kleine Interviews, bei denen Londoner befragt werden und Tipps geben. Unten seht ihr zB. Gay in London, wo ein kleiner Einblick in die Londoner Schwulenszene gegeben wird.


Den Spaziergänger in mir freut es, dass es hier auch immer wieder kleine Spaziergänge gibt. Wie beispielsweise unten der Spaziergang Notting Hill. Die angegebenen zwei Stunden für diesen Spaziergang gelten ganz sicher nicht zum Notting Hill Carneval, bei dem ich letztes Jahr dabei war....man wird begleitet von schrägen Leuten, Dealern, Tänzern und den Duft von Marijuana während man auf reinen Glasscherben wandert :D und ich wurde von nem "Copper" nach dem Weg gefragt (WTF?) und konnte ihn ihr zeigen. Experienced once in a lifetime, is more than enough... meiner Meinung nach ;D


Wie bereits gesagt, hat der Reiseführer zu den faltbaren Stadtplan auch ein paar Seiten mit den wichtigsten Orten. Die kleinen Gassen sind zwar nicht namentlich genannt wie beim DK, aber zumindest sind sie eingezeichnet und finden sich dann auch in den faltbaren Stadtplan ganz hinten mit Namen.


Da ich ein absoluter Kent Fan bin und wir auch bei einem Freund in Kent nächtigen, so lag es nahe mal ganz Südengland genauer in Augenschein zu nehmen. London kenne ich schon mehr oder weniger wie meine Westentasche ;D umso gespannter bin ich auf den Süden Englands. Ich muss zugeben von diesem Reiseführer von Dumont war ich besonders angetan:


Die aktiv unterwegs Infos finde ich super. So gibt es beispielsweise ein Radtour zu den Kirchen in Romney Marsh....geht bestimmt schneller als zu Fuß....


...oder doch lieber einen Spaziergang zu Groombridge Place Garden, wo unter anderem der Film "Der Kontrakt des Zeichners" und Jane Austens "Stolz und Vorurteil" gedreht wurde und der Sherlock Holmes Roman "The Valley of Fear" spielt. Solche Infos sind für mich als britische Filme, Serien- und Bücher-Liebhaber absolut großartig. Ich kenne die Filme oder schaue sie mir an oder lese die Bücher und erlebe dann die Orte in Real Life. Hier ist dieser farbige Reiseführer absolut up to date. Auch Filme die erst letztes Jahr im Kino waren, sind vertreten. Leider sind die Fotos etwas alt, wie an der Kleidung der Leute zu sehen ist. Aber ich finde darüber kann man hinwegsehen, da es wichtiger ist, dass die Infos aktuell sind. Was durchaus der Fall sein dürfte.


Hier noch ein Beispiel von den Autoren Lewis Carroll ("Alice im Wunderland") und P.G. Wodehouse, dessen Buch auch als Serie verfilmt wurde ("Jeeves and Wooster"), die ich mir mal angesehen habe als ich eine Grippe hatte :D


oder hier auch von Lawrence of Arabia. Zusätzlich gibt es natürlich auch zahlreiche historische Infos.


und manche Fotos sind sowieso zeitlos schön, wie zB. dieses von St. Ives.


Ganz hinten gibt es dann noch die faltbare Reisekarte zu ganz Südengland.


 Da es meist heisst "So much to see, so little time." helfen einem Reiseführer auf jeden Fall weiter, dass beste aus dem Urlaub rauszuholen und Orte zu besuchen die einem persönlich wichtig erscheinen, bzw. andere Orte die einem unwichtig erscheinen einfach wegzulassen. Sie sparen Zeit und sind sind nicht nur "Kino im Kopf" sondern auch "Kurzurlaub im Kopf". Wie ihr seht habe ich auch kleine farbige Klebe-Lesezeichen mit unterschiedlichen Farben (nach Themen geordnet) in die Reiseführer geklebt. Das spart zusätzlich noch Zeit und erspart lästiges suchen. Wir können bestimmt wieder nicht alles besuchen, was wir uns jetzt vornehmen...aber so gibt es wenigstens beim nächsten Besuch noch einiges zu entdecken. Wir sagen dann immer "Das heben wir uns dann fürs nächste Mal auf!".

Mögt ihr Reiseführer auch so gerne wie ich oder sind sie für euch mehr Mittel zum Zweck? Wo geht es bei Euch hin oder wart ihr dieses Jahr schon weg?

*PR-Sample. Vielen Dank dafür. Die Meinung ist meine.

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