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Samstag, 12. Oktober 2019

{Gelesen} Bücher im September 2019

Todesstrom von Dervla McTiernan
Dies ist das erste Buch einer Reihe um Detective Cormac Reilly. Dieser wird -erst neu in seinem Job- zu einem Landhaus gerufen. Er findet dort eine tote drogensüchtige Mutter mit ihren verwahrlosten und misshandelten Kindern (ein kleiner Junge und ein Mädchen) vor. Diese bringt er sofort ins Krankenhaus, woraufhin Maude, die Tochter der Drogensüchtigen am nächsten Tag spurlos verschwindet. 

20 Jahre später hängt er seinen Job als Detective in Dublin an den Nagel und kehrt in seine Heimatstadt zurück, wo er Cold Cases bearbeitet. Der Fall eines Selbstmordes erinnet ihn an den 20 Jahre zurückliegenden Fall der toten Mutter und ihrer beiden Kinder Maude und Jack. Es ist Jack und seine Schwester Maude scheint etwas mit dem tragischen Tod ihrer Mutter zu tun zu haben. Hat sie auch ihren Bruder umgebracht? Sie ist auf jeden Fall von dem Selbstmord ihres Bruders nicht überzeugt und ist sich sicher, dass er umgebracht wurde. 

Der Ermittler Reilly ist wirklich ein sympathischer und gut durchdachter Protagonist. McTiernan setzt die Suche nach einem Mörder und dessen Motiv geschickt um. 
Das Buch ist spannend geschrieben und man legt es ungern aus der Hand. 

Tagebuch eines Buchhändlers von Shaun Bythell

Es ist praktisch ein autobiographisches Tagebuch des Buchhändlers Shaun Bythell. Das Leben eines Buchhändlers ist....langweilig. Sehr langweilig und gar nicht aufregend. Anfangs habe ich noch hie und da geschmunzelt, wenn er seine einfältigen Kunden beschreibt, seine Jehova-Mitarbeiterin und deren eigenwilligen Kleidungs- und Geschmacksstil oder wenn er wieder ein Buch mit lustigem Titel findet.
Da wirklich nichts wesentliches in seinem Leben passiert (man lernt das eintragen von Büchern in die Systeme von Amazon und Co kennen, wie er Hinterbliebenen von Verstorbenen fährt und deren Bücher aufkauft, usw.), wird man langsam die Wiederholungen leid.
Es gefiehl mir auch nicht wirklich, dass er Kunden immer danach bewertete, ob sie auch etwas bei ihm kauften oder nicht.
Aber bestimmt ist das Leben eines Buchhändlers so...  Also so gar nicht romantisch und schön, sondern existenzbedrohend (auch durch die Nemisis eines jeden Buchhändlers - Amazon. Man kann nicht mit und nicht ohne diesen Bücherriesen.).
Ich fürchte, dass Buch war auch nicht mein sonst bevorzugtes Genre, weswegen ich nicht allzu schroff mit diesem Buch ins Gericht gehen möchte.
Es ist ein Tagebuch eines Buchhändlers - nicht mehr nicht weniger.

Babysignal von Wiebke Gericke

Dem Baby mit der deutschen Gebärdensprache auch wichtige Zeichen beibringen und mit ihm schon vor dem Sprechen kommunizieren.
Ich muss sagen, dass man die Signale sehr schnell lernt und diese meist selbsterklärend sind. Mein kleiner Zwerg ist jetzt neun Monate und ich glaube, man hätte wirklich früher damit beginnen müssen. Dennoch scheint er manche Zeichen langsam zu verstehen. Zumindest lacht er bei WauWau und schaut den kleinen Hund an. Davon selbst Zeichen zu zeigen ist er natürlich noch lange entfernt. Demensprechend viel Zeit haben wir noch zum Lernen.
Die Bilder und Anweisungen sind wirklich sehr einfach und verständlich erklärt. Es ist also ein umfassendes und ausreichendes Werk zur "Zwergensprache".



Kalte Wasser von Melanie Golding
Da ich selbst erst Mutter geworden bin, hat mich dieser Roman wirklich sehr bewegt.
Eine seltsame verwahrloste Frau dringt in ein Krankenhaus ein und bedroht auf der Geburtenstation eine frisch gebackene Zwillingsmama (Lauren). Diese soll einen Jungen auswählen und diesen gegen ihr Baby eintauschen. Entscheidet sie sich nicht, dann werden beide Jungs ausgetauscht.
Lauren kann sich in der Dusche des Krankenzimmers vor der Frau verstecken und den Notruf wählen. Doch nirgends ist eine seltsame Frau zu sehen. Auch auf den Videoaufnahmen ist nur ein Schatten zu sehen. Dieser ist aber nur eine Störung der Filmaufnahmen.
Die junge Polizistin Harper glaubt aber nicht an eine Wochenbettdepression der Mutter, wie alle anderen. Selbst der Ehemann von Lauren ist keine Hilfe. Er ist überhaupt ein ziemlicher Idiot der der armen Lauren nicht wirklich eine Stütze ist. Sie muss die Zwillinge praktisch alleine versorgen während er seine Freundin trifft und arbeitet.
Wieder sieht Lauren die seltsame Frau - diesmal vor ihrer Tür. Sonst sieht sie keiner.
Lauren hat angst das Haus zu verlassen und als sie es doch tut und ihre Freundinnen trifft, schläft sie beim Spaziergang nach Hause auf einer Bank ein.
Als sie erwacht sind die Kinder verschwunden. Sie werden jedoch von Harper wiedergefunden. Die Freundin von Laurens Ehemann versuchte sie in den Fluß zu schieben. Doch Lauren meint, es war nicht diese Frau! Zudem ist sie fest davon überzeugt, dass es nicht mehr ihre Kinder sind. Sie wurden vertauscht! Von der Frau aus dem Krankenhaus! Da ist sich Lauren sicher.
Man weiß nicht mehr ob, Lauren wirklich ein psychisches Problem hat oder ob wirklich eine Frau ihre Kinder vertauscht hat.
Zudem legen die Zwillinge ein sehr untypisches Verhalten an den Tag, welches auch Harper beobachtet. Die versucht mit der Reporterin Alice hinter das Geheimnis zu kommen. 

Wir feiern dich von Sherri Duskey Ringer mit Illustrationen von A.N. Kang

Was für ein goldiges Buch mit so aufwendig gestalteten Illustrationen! Der kleine Pinguin feiert seinen Geburtstag und alle Freunde sind da um ihn zu gratulieren. Ideal für kleine Geburtstagskinder, die sich an diesem Tag selbst feiern sollen. Der Text ist liebevoll in Reimen gestaltet und man erfährt alles über die Geburt (des Eis) bis zum heutigen Geburtstag des Pinguins.
Ich finde das Buch gerade für meinen kleinen Pinguin passend, da er ein kleines Winterbaby war.


Dienstag, 31. Juli 2018

{Gelesen} Bücher im Juli 2018

Dieses Monat habe ich nur drei Bücher gelesen (Die rote Frau habe ich schon länger gelesen). Manche davon auf Englisch auf meinen Kindle. Ich hoffe mal, dass ich im Sommerurlaub mehr schaffe.
Alle drei Bücher spielen in England, da ich am liebsten Krimis und Thriller aus meinen geliebten Great Britain lese :)
Die rote Frau spielt im Wien der 1920er Jahre. 


Schlafe still von Luana Lewis

Vivien, ihre Tochter (die durch eine künstliche Befruchtung entstand) und ihr Ehemann Ben führen ein Leben in der Nobelgegend Londons. Es fehlt ihnen an nichts, außer dem Wunsch nach noch einem Kind. Doch dann wird Vivien tot mit einer Wunde am Kopf im Badezimmer des Luxushauses aufgefunden. Wir alle sehen es aus der Sicht ihrer Mutter Rose, die sich fortan um die kleine Enkelin und ihren Schwiegersohn Ben kümmert, der leider dem Alkohol verfallen ist. Es fällt ihm schwer das ganze zu verkraften und in sein Leben drängt sich seine Ex-Freundin Cleo, die mal mit der toten Vivien befreundet war, bis sie ihr Ben ausgespannt hat.

Cleo drängt sich dermaßen in das Leben des Witwers und seiner Tochter, dass sie Rose aus dem Haus verdängt. Als Rose Cleo in ihrer Wohnung (in der mal Ben und Vivien gewohnt haben und die Ben noch immer bezahlt) aufsucht, findet sie eine Fotowand mit Bildern von Vivien. Cleo hat offensichtlich ohne Vivens Wissen mehrere Fotos von ihr angefertigt.
Gleichzeitig findet Rose, welche in einer Säuglingsstation arbeitet, heraus, dass sie von der Kinderwunsch-Ärztin für eine neuerliche IVF Behandlung (zur künstlichen Befruchtung) abgelehnt wurde. Offensichtlich wollte sie auch Diätpillen für die kleine Tochter von der Ärztin verschrieben bekommen.

Hat Cleo oder Ben etwas mit dem Tod Viviens zu tun oder war es nur ein Unfall?

Das Buch ist auf jeden Fall spannend. Dennoch konnte ich mich mit Rose nicht wirklich anfreunden. Sie scheint eine "kalte Mutter" gewesen zu sein und möchte dies nun wieder an der Enkelin gut machen. Ich persönlich hatte auch schnell den ersten Verdacht, wer Viviens Tod verschuldet haben könnte. Dennoch war der Schluss interessant. Dennoch waren die Charaktere allgemein etwas nüchtern und ich konnte mit Rose nicht wirklich "warm werden".



Das Mädchen im Eis von  Robert Bryndza

Dies ist das erste Buch der Erika Foster Reihe. Die Detective Erika Foster kommt ursprünglich aus Slowenien (wie der Autor selbst). Sie ist eine sehr kühle Ermittlerin, mit kaum Privatleben, seit ihr Mann bei einem Polizeieinsatz (zusammen mit ihr) verstorben ist. Ihr Leben ist die Arbeit geworden und die bestreitet sie hingegen aller Vorschriften mit Hingabe. Man muss Foster nicht mögen, aber sie macht ihren Job richtig. Gerade englische Krimis sind ja bekannt, dass ihre Protagonistinnen nicht umbedingt so warm sind wie das derzeitige Sommerwetter in GB. Damit kann ich auch wirklich leben, solange die Story spannend ist.
Und das ist sie....
Gleich zu Anfang erleben wir Andreas letzten Stunden praktisch mit ihr mit. Gleich weiter geht es damit, dass ein Arbeitsloser die Leiche unter dem Eis eines Teiches findet. Der arme Unglückliche fällt auch prompt in den See selbst hinein.

Zuletzt hat jemand Analverkehr mit Andrea gehabt. Offensichtlich mit Andreas Einverständnis. Sie kommt von einer angesehen Familie. Ihre Eltern sind Lord und Lady! Ihr Verlobter ist ein reicher Unternehmer und er bestreitet mit Andrea Verkehr gehabt zu haben, vor ihem Tod. Dank CCTV Footage und weiterer Recherche findet Erika heraus, dass Andrea vor ihrem Tod in einen üblen Pub Namens The Glue Pot war. In der Spelunke findet sie durch die Kellnerin heraus, dass Andrea offensichtlich mit einen dunkelhaarigen Mann und einer blonden Frau im Pub war. Doch die Zeugin flüchtet. Eine andere Zeugin die dies bestätigt, wird später tot aufgefunden.
Erikas Chef vertraut ihr in der Sache der Zeugenaussagen nicht und übergibt den Fall einen anderen. Doch Erika gibt nicht auf...

Mich hat die Story sofort gepackt. Es wird auf keiner Seite langweilig, da Bryndza wirklich mit der Story weiterfließt und keine langweiligen Lückenfüller hinterlässt. Dadurch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und kann kaum den nächsten Teil erwarten.





Coco Chanel von Megan Hess

Okay, it is a fact. Das Buch macht sich hervorragend auf einen Couchtisch. Es ist sowohl dekorativ mit seinen silbernen Seiten außen, als auch informativ.  Die Illustrationen sind mehr als zauberhaft und man nimmt es gerne öfter in die Hand. Vor allem wenn man sich auch wirklich mit dem Leben der wunderbaren Coco Chanel befassen möchte. Es ist vielleicht nicht so abendfüllend wie eine Biographie, doch man gewinnt schnell einen Einblick in Cocos Leben und einen Eindruck in ihr Wirken und ihr einzigartiges Modeverständnis.

Um ehrlich zu sein, kannte ich noch keinen Aspekt aus Coco Chanels Leben. Gerade für solche Leute ist das Buch gedacht. Man bekommt einen ersten Einblick in Cocos Leben als sie nach dem Tod ihrer Mutter mit 12 Jahren ins Kloster geschickt wurde. Dazu gibt es die wunderbaren detailierten Illustrationen, die einen zusammen mit Zitaten durch die Geschichte Cocos führen, bis zu ihrem Tod.

Wunderschönes Buch! Perfektion wie sie Coco geliebt hätte!

Die rote Frau von Alex Beer

Rezension des ersten Buchs: hier.

Ich durfte im Zuge einer Führung durch Wien die tolle Autorin Alex Beer kennenlernen.

In dem zweiten Buch um den Kriminalbeamten August Emmerich nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1920, begeben wir uns wieder in die Unterwelt und in die Machenschaften um eine karitative Organisation. Gerade diese Beschützer der Armen und Schwachen geraten in das Netz eines Mörders.

Als erstes wird ein Politiker ermordet, welcher sich auch für die Armen engagiert hat. Schnell ist ein Sündenbock gefunden. Doch dieser bestreitet seinen Gönner ermordet zu haben, den er alles verdankt. Da auch viele Gefängnisinsassen von dem toten Politiker Hilfe gefunden haben, ist er im Gefängnis auch nicht sicher. Die Zeit läuft Emmerich davon, welcher von seiner Unschuld überzeugt ist. 
 August, selbst auf diese Hilfe im Männerwohnheim angewiesen, ist es natürlich wieder ein Anliegen den Mörder so schnell wie möglich zu fassen. Auch in der neuen Arbeitsstelle Leib und Leben sind er und Winter vor Anfeindungen nicht sicher.

Alex Beer beschreibt die Armut dazumals geradezu schmerzhaft greifbar. Die armen Ziegelfabriksarbeiter die mehr im Jenseits zu sein scheinen als im Diesseits... Dann wieder das ausschweifende Leben der Theatermenschen, die Geld für Essen rausschmeissen um den Überfluss zu fröhnen.

Alex Beer spannt in geübter Form die Fäden zwischen beiden Welten und zieht sie immer fester zueinander. Die der Armen die Hilfe benötigen und die der reichen Gönner, die gewillt sind etwas Geld zu sammeln um die Menschen am Leben zu erhalten.

Wer tötet diese Wohltäter und vor allem warum?

Ich bin eigentlich nicht so ein Freund von Kriegs- oder Nachkriegsgeschichten, da ich ziemlich nah am Wasser gebaut bin, ich mich gerne mitreißen lasse und auch sehr emotional auf alles wirke. Dennoch erfährt man eine besondere Wärme des Zusammenhalts der Menschen die gerade einen Krieg hinter sich gebracht haben. Das Überleben eines solchen Umstandes scheint die Menschen (arm wie reich) zusammenzuschweißen. So gesehen ein kleiner Lichtblick in der schwarz-weißen Monotonie dieser Zeit.  


 Was ihr nicht seht von Nuala Ellwood

Ehrlich gesagt ist dieser so called Psychothriller not my cup of tea.
Man erfährt von Kates Leben als Kriegsjournalistin, sie reist praktische dem Leid hinterher - Irak, Afganistan und schließlich Syrien - nur um sich nicht den Leid ihrer eigenen Familie zu stellen. Da werden gleich mal Stereotypen bezüglich Engländer den armen syrischen Jungen erzählt, bei dessen Familie sie in Syrien lebt - welcher glücklicherweise Englisch spricht. Die Engländer wissen praktisch nicht was Probleme sind und regen sich über alles und jeden auf und sind griesgrämig (erzählt sie ihm mehrmals!). Meiner Meinung nach alles etwas dünn aufgebaut, da ich bezweifle, dass man wirklich als ausländischer Kriegsreporter einfach bei Zivilisten unterkommt. Normalerweise wird für Journalisten ein ganzes Hotel gemietet oder eine Area die absolut abgeriegelt ist mit Wachpersonal, sodass man immer weiß, wo sie sich aufhalten. Weiters sollte sie zumindest einen Secuity-Mann und einen Dolmetsch zur Seite haben. In einen Krankenhaus lernt sie ein kleines Mädchen kennen, deren Beine durch eine Bombe zerfetzt wurden. Die Kauterisierung erfolgte ohne Schmerzmittel, da sie nur wenige hatten. Sie schenkt den Arzt der netterweise für sie dolmetscht ein paar billige Paracetamol und er sieht sie an, als ob sie ihm ein Heilmittel gegen Krebs gegeben hätte. Oh na bitte, sind ja doch nicht alle Engländer griesgrämig, es gibt auch ein paar gönnerhafte Auslandsreporterinnen, die mit dem Krieg richtig Geld in die Kassen bringen und dann mit fünf Paracetamol ihr Gewissen beruhigen wollen.
Sorry, aber das hat mich an Kate wirklich geärgert und der erste Teil des Buches sehen wir alles aus Kates Sicht. Ihre Flashbacks mit Syrien und den kleinen Jungen Nidal für den sie schon fast mütterliche Gefühle hat und die Flashbacks ihrer Kindheit mit einen Alkoholiker Vater der ihre Mutter schlägt. Abwechselnd erfährt man in den Kapiteln die Gegenwart (in der sie in Polizeigewahrsam ist) und die Vergangenheit, in der sie sich nicht mit ihrer alkoholkranken Schwester Sally und deren Ehemann Paul auseinandersetzten will. Allerdings muss sie das, da ihre geliebte Mutter gestorben ist und sie sich jetzt um deren Haus kümmert. In dem Nachbarhaus geht allerdings seltsames vor. Fida eine Irakerin bestreitet einen Sohn zu haben, doch Kate sieht abends immer einen Jungen herumschleichen. Wer ist dieser Junge? Existiert er überhaupt oder ist es nur Kates Einbildung. Sie hat ihren kleinen Bruder David tragischerweise verloren und sieht sie deshalb überall sein Ebenbild?

Der zweite Teil ist über Sally (Kates Schwester) und man gelangt bis zur Seite 260 und fragt sich, dies ist ein Psychothriller und sicher kein Roman? Man erfährt die gleichen Rückblenden des alkoholkranken Vaters aus Sallys Sichtweise, was zugegeben eine etwas andere, aber dennoch die gleichen Rückblenden sind...
Ich konnte mich mit den Teil der Schwester Kates irgendwie mehr anfreunden, auch wenn sie wirklich keine besonders nette Person ist, so gewinnt das ganze dann doch etwas an Fahrt. Bei den letzten hundert Seiten (der insgesamt ca. 410) konnte ich das Buch dann echt nicht mehr aus der Hand legen. Der zweite Teil hat mich dann etwas für den ersten Teil entschädigt.

*PR-Sample

Mittwoch, 20. Juni 2018

{Gelesen} Böser Samstag und Blutroter Sonntag von Nicci French

Ich habe gerade ziemlich viele Bücher gelesen, was dem schönen Wetter zu verdanken ist (wenn ich mal kein Kopfweh habe). Vor allem am Wochenende, oder wenn mein Freund WM schaut....

Heute stelle ich euch kurz die zwei letzten Wochentage der Frieda Klein Reihe vor.
Dennoch ist die Frieda Klein Reihe damit nicht abgeschlossen, da die beiden Autoren schon im Juli das Buch "Day of the Dead" rausbringen.
Wer die anderen Wochentage noch nicht kennt, kann sie hier bei mir durchlesen:

1. Blauer Montag
2. Eisiger Dienstag 
3. Schwarzer Mittwoch
4. Dunkler Donnerstag 
5. Mörderischer Freitag

Kommen wir chronologischer Weise mal zu "Böser Samstag".
Frieda soll sich diesmal um eine Frau in der psychatrischen Klinik kümmern. Hannah Docherty soll in relativ jungen Jahren fast ihre gesamte Familie ausgelöscht haben. In der Klinik selbst gibt Hannah nicht viel von sich preis, dafür weißt ihr tätowierter Körper Anzeichen für Misshandlungen auf. Sie scheint auch unter Drogen gesetzt zu sein, wodurch sich die Befragung schwierig gestaltet. Auch das Klinikpersonal scheint etwas zu verbergen. Frieda glaubt recht bald an Hannahs Unschuld, da es einige Unklarheiten auch in den Polizeiberichten gibt. Doch wer scheint etwas verbergen zu wollen? Was bedeuten die vielen Tattoos auf Hannahs Körper?

Auch Friedas Nemesis Dean scheint sie zu beschatten, der mit Josef auf dem Bau gearbeitet hat. Er scheint sich immer mehr in Friedas Leben einzumischen. Frieda setzt einen Detektiv auf Dean an, doch bald kann sie ihn nicht mehr erreichen. Was ist passiert?

Ich muss sagen, dass bei diesem Band alles etwas zu offentsichtlich war und deshalb das Ende samt Mörderauflösung nicht wirklich überraschend war. 

Falls ihr Böser Samstag noch nicht gelesen habt, bitte ab hier nicht weiterlesen, da ich mit den nächsten Band fortfahre und hier gleich zu Anfang *SPOILERS* sind!



Okay, also das Ende von Böser Samstag ist praktisch der Beginn bei "Blutroter Sonntag".
Die im Boden gefundene Leiche des beauftragten Detektivs sorgt natürlich für einiges (auch mediales) Aufsehen in Friedas Leben. Der Polizeichef, der Frieda nie glaubte, dass Dean am Leben ist, muss seinen Job hinschmeißen. Die Presse ist natürlich ständig vor Friedas Haus und Frieda flüchtet zu Reuben, der an Krebs leidet. Josef hat seinen Sohn nach England gebracht und jetzt wohnt auch noch Frieda bei Reuben.

Dean tritt hier ins Licht, er gibt mit dem Mord an den Privatdetektiv praktisch seine Existenz preis. Dummerweise führen alle Spuren ins Nichts und schon bald wird der Fall liegen gelassen.... (was für mich nicht besonders schlüssig war, da die Presse ja sehr wohl interessiert daran ist und er nicht nur einen Mord begangen hat...).

Für mich war vieles einfach etwas unrealistisch. Frieda bleibt in jeder Situation super cool... da wird eine Leiche in ihren Dielen gefunden und sie bleibt ruhig...

Mir hat das Buch leider, wie das letzte Buch, nicht besonders gefallen. Die ersten Bücher fand ich richtig toll und langsam verliert das ganze an Fahrt. Ich dachte, dass das Buch um Dean wieder den Faden des ersten Buchs aufnimmt und wieder so toll wie das erste wird...aber leider...



*Rezenssionssample

Samstag, 8. Juli 2017

{Gelesen} Old School von John Niven


Die Figuren sind wirklich traumhaft charakterisiert. Wir haben hier:

Julie, die durch den Betrug ihres Ehemannes alles verloren hat und nun im Altenheim "Pisse aufwischen" muss und in einer kleinen Sozialwohnung  lebt.

Ihre Freundin Susan, führt da noch ein ausschweifendes Leben, da ihr Ehemann als Wirtschaftsprüfer richtig gut verdient. Das ändert sich leider mit seinem Ableben. Er erleidet einen Herzinfakt bei einer...nun sagen wir mal "sexuellen Handlung" mit einer Prostiturierten in einem hmm "Liebeskeller" der ihm gehört. Leider hat er nicht nur viel Geld in die reichhaltige Ausstattung des Liebeskellers gesteckt sondern auch in die Prostituierten, wie zahlreiche Beweißfotos belegen. Er hinterlässt Susan somit in Scham und mit Schulden.



Jill ist die Oma eines schwer kranken Kindes. Der kleine Jamie hat eine schlimme Lungenerkrankung und nur eine OP kann ihn retten. Leider kostet die Geld....viel Geld.... ganze 60.000 Pfund, wovon die Familie schon durch Spenden 30.000 Pfund zusammen hat. Leider geht es dem kleinen Jamie zusehens schlechter und das Geld kann nicht so schnell aufgetrieben werden, wie er die Operation benötigt.

Ethel, mit dem Aufkleber "Kein Schwanz ist so hart wie das Leben" auf ihrem Rollstuhl. Hat eine (auf Wienerisch:) "Goschn wia a Schwert" und kennt sich mit Waffen aller Art aus. War mal richtig berühmt und hat geschauspielert und wohnt jetzt im Altersheim, wo Julie arbeitet. Mit ihrem Greifarm, holt sie sich bevorzugt Bullenklöten....


Alle Frauen haben eins gemeinsam, sie sind alt und arm und haben nix mehr zu verlieren.

Dann kommen sie auf die Idee einfach mal eine Bank zu überfallen. Julie bittet ihren Exfreund Nails ihr zu helfen und dieser plant den Überfall und soll mit dem Fluchtauto auf die Frauen warten, die in der Zwischenzeit die Bank überfallen. Doch leider kommt es anders als geplant...

Die Aussprache (vor allem von Ethel) ist wirklich derb und nix für schwache Gemüter, dennoch ist es nicht so schlimm wie bspw. ein Irvine Welsh Roman. Also dagegen ist dieser Roman regelrecht gesittet.

Montag, 19. Juni 2017

{Gelesen} Das Echo der Schuld von Charlotte Link

Das Buch hab ich in zwei Tagen ausgelesen. Die 540 Seiten vergingen wirklich wie im Flug und die flüssige Erzählweise von Charlotte Link liebe ich sowieso. Die ideale Sommerlektüre!
Gleich zu Anfang wird man mit dem Täter konfrontiert und mit seiner Gedankenwelt. Da es sich hier um einen Pädophilen handelt, war ich froh, dass dies der einzige Ausflug in seinen Kopf blieb.
Später lernt man seine "Opfer" kennen. Die kleine Sarah, die nicht wirklich in einer heilen Welt aufwächst. Deren Mutter zu jung ist und das Mileu der untersten Schicht entspricht, sodass auch die Oma nicht besonders angetan ist von dem Sproß.
Die kleine Rachel verschwindet, obwohl sie weitaus gesichert aufwächst und gutgläubig einem Herren der Dias für den Kindergottesdienst zeigen möchte folgt. Beide Schicksale sind gleich schlimm, denn die Mütter verlieren ihre Töchter und müssen sich auch noch mit dem Gedanken befassen, dass man sich an ihnen vergangen hat.
Mittendrin erfährt man von zwei deutschen Schiffbrüchigen, einem Ehepaar (Nathan und Livia), dass die Welt umsegeln wollte und nun ohne finanzielle Mittel dasteht und auf einer schottischen Insel gestrandet ist.
Da die Schiffbrüchige Livia zuvor etwas bei Virginia ausgeholfen hat, die auf der Insel ein Haus mit ihrem Mann und ihrer Tochter besitzt, sieht sich Virgiania in der Verantwortung den armen deutschen Paar zu helfen (zum Ärger ihres Mannes) und sie auf der Insel im Ferienhaus wohnen zu lassen, da sie ohnehin bald wieder in ihr Haus nahe Londons zurück kehren.
Schon bald klopft Nathan wieder an die Tür und da Virginias Ehemann Frederic politisch engagiert und nie zu Hause ist, erlaubt sie Nathan zu bleiben, solange seine Frau wegen psychischer Probleme im nahegelegenen Krankenhaus untergebracht wurde. Nathan stochert in alten Wunden herum und Virginia vertraut ihm Geheimnisse an, die nicht mal ihr Ehemann Frederic weiß. Doch auch Nathan ist nicht der, der er zu sein scheint. Er hat sich von Livia seiner Ehefrau schon aushalten lassen und ist nun "komplett mittelos" wieder auf die spendable Virginia angewiesen.
Nebenbei erfährt man von einem kleinen Mädchen in der Umgebung, welches gerne eine Geburtstagsfeier mit vielen Freunden ausrichten möchte, doch die Mutter stellt sich stur und verweigert dies. Da findet sie im Zeitungsladen einen netten Herren, der ihr anbietet, die Geburtstagsfeier bei ihm im Keller auszurichten....
Ich muss sagen, dass ich bei diesem Roman echt über die Seiten gehetzt bin und ich von Link auch nichts anderes gewohnt bin. Ich habe das Buch wirklich immer gerne in die Hand genommen und weiter gelesen. Spannend bis zum Schluss.


Sonntag, 1. Januar 2017

{Gelesen} Ein ordentlicher Ritt von Irvine Welsh

Nein, kein Protagonist den man ins Herz schließt oder für den man gar eine Träne verschwenden würde, würde er am Ende den Tod finden.
Wer Irvine Welsh nicht kennt, sollte auch vor der sehr...sehr rüden Sprache gewarnt werden. Andererseits...wer den schottischen Schriftsteller Irvine Welsh (Trainspotting!!!) nicht kennt, der hat es auch nicht anders verdient 😂 . Da habe ich doch tatsächlich mal den Fehler gemacht und versucht Porno (Teil nach Trainspotting) auf "Schottisch" zu lesen. Schottisch und dann auch noch Mundart war dann aber doch zuviel...
Also kommen wir zu unseren Protagonisten:

Juice Terry Lawson ist Taxifahrer in Edinburgh und sucht sich seine Fahrgäste genau aus. Die sollten nämlich weiblich und möglichst heiß sein. Wenn sie dann auch noch nicht abgeneigt sind, mit ihm ein Nümmerchen aufn Rücksitz zu schieben...um so besser! Die Aussprache ist teilweise wirklich sehr rüde, so wird beipsielsweise auf Seite 38 sehr bildhaft beschrieben, wie er eine Abtreibung seiner beiden Gören vorgenommen hätte...
Nein kein Mann zum Verlieben und auch nicht mal liebhaben.
Da hat er dann mal doch einen männlichen Fahrgast im Taxi und dann ist das gleich der amerikanische Fernsehstar Ronald Checker, der ihn während seines Aufenthaltes in Edinburgh auch gleich engagieren möchte. Terry, der den seltsamen Typen nicht aus dem TV kennt, ziert sich etwas und willigt dann angesichts der Moneten ein. Muss sich der arme Terry ja sonst mit Taxifahrten und Drogenhandel über Wasser halten.
Zu allem Unglück kommt auch noch ein Hurrikan auf Edingburgh zu, welcher den hübschen Namen "Drecksack" trägt.


Parallel zu Terry gibt es noch die Geschichte von den etwas zurückgebliebenen Jonty und seiner Freundin der Prostituierten Jinty. Natürlich hat Jonty keine Ahnung, dass Jinty als Prostituierte arbeitet, sondern ist im festen Glauben, sie sei Putzfrau.
Kurz bevor der Hurrikan das Festland erreicht, bedankt sich noch Jinty auf dem Rücksitz des Taxis für die Fahrt und die Drogen und bezahlt Terry in Naturalien bevor sie im Pub with no Name verschwindet. Dort angekommen bietet ihr ein Typ Drogen für nen Fick an und Jinty kann nicht wiederstehen und folgt ihm aufs Pubklo, wo sie dummerweise von Jonty erwischt wird.
Jinty ist fortan verschwunden und Terry, der nie einen Freund in Stich lässt, macht sich inklusive Fernsehstar Ronald Checker auf die Suche nach ihr.


Da ich auch ein etwas älteres Kaliber bin, so bin ich mit Trainspotting aufgewachsen. Ich liebe diesen Film, fand ihn als Jugendliche lustig, als Erwachsene traurig und schaue ihn mir noch immer gerne (jetzt lieber im Originalton) an.
Anfangs war ich von der derben Sprache doch sehr irritiert, was bei mir echt nicht leicht ist! Genau auf Seite 38 (oben erwähnt) habe ich heftig schlucken müssen. Andererseits spiegelt es doch tatsächlich eine Gesellschaft in Schottland wieder, die man zwar nicht kennen mag (und auch nicht kennenlernen mag), die aber existiert. 

Montag, 31. Oktober 2016

{Gelesen} Die Unglückseligen von Thea Dorn

Nun gut, wohlan ein andrer Wälzer wart gelesen und wird nun zurückgestellt in das Regal der andren Geschichten. 

Keine Angst ich werde diese Schreibweise nun nicht durchziehen und zugegeben, dieses Genre ist eigentlich nicht so meins. Aber der Klappentext hat sich doch sehr interessant angehört.

Es geht um die deutsche Molekularbiologin Johanna Mawet, die in Sachen Unsterblichkeit forscht. Ja warum sich auch mit Kinkerlitzchen aufhalten, wenn man auf einen Schlag sämtliche Forscherpreise samt Nobelpreis abstauben kann. Die Menschen würden auf einen Schlag zu Götter gemacht und die Geburtenrate würde angesichts der Unsterblichkeit auch zurückgehen.
 Das ewige Leben ohne Krebs und dem schnöden sterben. Keine Angst vor dem Tod. Tja, auch in diesem Buch schaltet sich dieser ab und zu ein...oder ist es Gott....oder gar der Teufel? 

Die Unglückseligen
Foto Copyright by Knaus Verlag

Wie auch immer, hauptsächlich erfährt man von der Geschichte durch die Sicht von Johanna und dem Physiker Johann Wilhelm Ritter, der 1776 auch in Deutschland geboren wurde. Beide leben und agieren in unserer Zeit. Wie das sein kann? Naja der gute Ritter hat schon des öfteren versucht seinem Leben ein Ende zu bereiten, aber er wurde sozusagen mit dem ewigen Leben "verflucht". Er hat sich selbst in seiner Zeit mit der Alchemie und Unsterblichkeit befasst und dürfte etwas an seinen Experimenten richtig gemacht haben! 
Johanna und der Ritter treffen in Amerika aufeinander und Johanna nimmt einiges auf sich um hinter das Geheimnis des ewigen Lebens zu kommen. Sie schafft es, den Ritter Johann nach Deutschland zu "schmuggeln" und er darf fortan in ihrer Wohnung leben. Johanna ist, nachdem klar ist, dass sie es nicht mit einem psychisch Kranken zu tun hat, unbedingt hinter das Geheimnis der Unsterblichkeit kommen und sieht Johann eher wie eine Laborratte, als einen Menschen an. Leider verhält sich dieser nicht allzu pflegeleicht. 

Das hat mich auch etwas gestört an der ganzen Sache. Der gute Johann Wilhelm Ritter lebt seit 1776, hat einiges durchgemacht und einige Zeiten durchlebt....und spricht noch immer wie anno dazumals? Wäre er aus einem Eisblock geschmolzen worden, so würde ich dieses Phänomen verstehen, aber so?

Naja der gute Unsterbliche ist natürlich sehr schrulig und eigen und dadurch doch wieder liebenswert. Dennoch fand ich die Geschichte etwas langatmig. Etwa ab Mitte des Buches wird der Ritter erst nach Deutschland geflogen und auch hier entwickelt sich alles sehr zäh und träge. Man hätte auch weniger Seiten verschwenden können, dennoch ist die Geschichte neu und wirklich unterhaltsam.



Eine Leseprobe findet ihr hier.

Was habt ihr derzeit neben der Wanne oder am Nachtkästchen liegen?

Montag, 7. März 2016

{Lesestoff} Wer war Alice von T.R. Richmond

Wieder mal lieber gelesen, als an der Masterarbeit gearbeitet... Das schlechte Gewissen ist mir sicher! Dennoch ist wieder ein Buch von meinen SuB weg.

Ja also "Who the fuck is Alice?"

Titel: Wer ist Alice
Orginaltitel: What she left
AutorIn: T.R. Richmond
Einband: Paperback, Klappenbroschur
dt. Ausgabe erschienen am: 29.02.2016
spielt in: England
Seiten: 448 Seiten
Genre: Thriller
Verlag: Goldmann

Preis:  € 14,99 Deutschland,  € 15,50 Österreich

Leseprobe vom Verlag


Gleich zu Anfang erfährt man, dass selbst Alice nicht weiß, wer sie eigentlich ist. Sie wird im Fluß tot aufgefunden und dann beginnt das große rätseln, ob es nun Mord oder Selbstmord war. Der  Universitätsprofessor Jeremy Cooke möchte Alice ein Memento Mori setzten und sie unvergesslich machen und trägt so alles zusammen was er über sie aus dem Internet, Twitter, Zeitungsartikel usw. erfährt.

Gleich mal vorweg, ein Buch in dieser Form habe ich noch nie gelesen! Es ist wie ein kleines Puzzle, dass Stück für Stück zusammengesetzt wird. Die Puzzlestücke selbst sind Zeitungsartikel, Emails zw. Jereme Cooke und der Mutter von Alice oder Twitter und Facebook Einträge oder Polizeiinterviews von Zeugen. Das Buch hat in dem Sinn keine Erzählstruktur sondern ist, wie bereits beschrieben eine Sammlung.



Nach und nach kommt man hinter Alices Geheimnis. Warum ist Jeremy Cooke, der auch eine Affäre mit Alice´s Mutter hatte, so sehr interessiert daran das Gedankengut an Alice für immer zu bewahren? Ist es weil er sich seiner eigenen Sterblichkeit durch den Krebs so sehr bewusst ist? Hatte er auch eine Affäre mit Alice oder war er heimlich in sie verliebt? Hat er sie am Ende umgebracht oder war es ihr Freund Luke, der auch E-mails an Alice schreibt?


Man lernt einige Charaktere kennen. Unter anderem Alices Mutter, ihren Bruder (der auch Anwalt ist), ihren Mentor und Professor Jeremy Cooke, Megan (beste Freundin von Alice), Ben (der eine mehr oder weniger nur auf Sex basierende Beziehung mit Alice hatte), Luke (der feste Freund von Alice, der es aber durch einen Seitensprung vermasselt hat).

Der Schreibstil ist schon fast lyrisch und hat mir unheimlich gut gefallen. Weniger gefallen hat mir die zu schnelle Aufklärung am Ende und das "Warum?" war meines Erachtens etwas "gekünstelt". Aber das macht das Buch nicht weniger spannend!
Megan (Alices Freundin) schreibt einen Blog über den Fall Alice und gibt ordentlich Anschuldigungen in Richtung Jeremy Cooke (der auch sie betrunken gemacht und sich an ihr vergangen haben soll) und ihren Ex-Freund Luke ab.
Man verfolgt SMS, Twittereinträge und private E-mails und der Leser fungiert hier als eine Art Voyeur.
Mir hat das Buch (bis auf das plötzliche leicht inszinierte Ende) sehr gut gefallen, da es modern (durch die Medien mit denen es spielt) und doch fast literarisch ist (durch die teilweise schöne Sprache).

Es ist auf jeden Fall mal etwas Neues!


 Ich würde das Buch noch in der kalten Jahreszeit lesen, da es auch hier wieder um die Weihnachtszeit herum in England spielt.

Alles Liebe,

Rezensionsexemplar. Vielen herzlichen Dank dafür.


Review - Philips SpeedPro Max Aqua

Der Frühjahrsputz steht an. Ob ihr es glaubt oder nicht, beim Staubsaugen ist mein Freund der absolute Experte und er liebt es total. Da wir...