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Montag, 26. August 2019

{Baby} Still-Tipps und Avent Milchpumpe

Der Kleine ist jetzt fast acht Monate alt und ich stille noch immer nach Bedarf. Während der Zeit habe ich auch eine Milchpumpe in Verwendung. Warum ich sie nicht mehr hergeben möchte, schreibe ich später.

Zuerst einmal möchte ich über die Anfangszeit des Stillens berichten.
Erst wurde es im Krankenhaus vernachlässigt, dann wieder zu sehr forciert, sodass ich dann auch gleich krank wurde. Dann hat mir keiner geglaubt, dass ich Halsweh hab und Fieber (wollte erst auch keiner messen). Als noch immer keine Milch kam, aber die Brüste immer dicker wurden, meinte dann eine Hebamme, dass ich bestimmt Mastitis bekomme und das kein Spaß ist. Tja, davon kam meine Milch auch nicht ins fließen... But thank you for nothing, Bi...
Über die ersten zwei Tröpfchen Milch habe ich mich dann riesig gefreut...vor allem nach den nächtlichen Pumpmarathon. Ich mein, ich hatte keine leichte Geburt (Geburtsbericht siehe hier), hab schon zwei Tage vorher nicht geschlafen und dann musste ich auch noch alle drei Stunden mein Baby für je 15 Min. an jeder Brust anlegen, dann Fläschchen machen und dann auch noch je 15 Min. pumpen. Nach einem Tag war ich fix und alle...
Wirkich gekommen ist sie erst später, die Muttermilch. Ich habe dann gelesen, dass das auch von der PDA oder Saugglocke kommen kann, aber sicher ist man sich da nicht. Naja, das hätte zumindest schon etwas Druck von mir genommen.
Da lag ich nun die Milchlos-Mutter, während um mich herum (alle nicht zum ersten Mal Mutter) fleißig gestillt wurde.
Eine Hebamme meinte dann, dass da schon Milch kommt, war aber nur abgerubbelte Haut nachdem ich die Zwetschke eine halbe Stunde an der Brust mit Stillhütchen nuckeln ließ....AUA!


Die erste Zeit kam also gar nix. Nada, niente, nix...gar nix. Dann waren auch noch die Feiertage nach Silvester und meine Eltern mussten Pre-ha-Milchnahrung kaufen. Ich persönlich würde jedem eine Packung daheim empfehlen, da es schon etwas stressig wegen der Feiertage war.
Die erste Zeit gab es also Aptamil aus der Flasche, während ich mit der Milchpumpe von Avent* weiter gepumpt habe um doch noch den Milchfluß anzuregen.
Weiters habe ich folgende Tipps beherzigt:

1. Fencheltee getrunken. Soll ja auch was bringen. Am besten sollte man als stillende Mutter auch drei Liter trinken. Ich hab es nie geschafft...Leider.

2. Malzkaffee trinken. Davon hab ich ordentlich getrunken, da er ja ebenfalls den Milchfluß steigern soll. Ich hab ihn nur mit Zucker trinken können und anfangs nicht gemocht, dann war ich süchtig nach dem Zeug. Ich habe ja auch während der Schwangerschaft auf Koffein verzichtet, also war ich froh über alles Kaffeeähnliche...

3. Oxytocin-Nasenspray (meiner war der Syntocinon Spray) - bitte nur nach Absprache mit Ärztin oder Hebamme. Soll auch den Milchfluß anregen.

3. Hebamme die auch/oder Lactationsberaterin ist suchen. zB. bei La Leche Liga Österreich
Ganz ehrlich? Ohne Stillberaterin würde ich nicht stillen. Mein kleiner Zwerg lag 24/7 an meiner Brust und war ein kleiner Nimmersatt...dachte ich. Mehrere Kinderärztinnen haben aber nicht erkannt, dass sein Zungenbändchen zu kurz war. Erst die Stillberaterin, welche auch Ärztin war, hat das bemerkt und dem Kleinen Abhilfe verschafft. Danach hat er genug Milch bekommen und ist nicht mehr ewig an der Brust gehangen.
Als ich einen Milchstau samt Fieber hatte, hat sie mich "getaped" (also mit Sport-Tape) und auch das war nach einer Stunde wieder gut.

4. Brustsalbe besorgen und nach dem Trinken einschmieren. Am besten aus 100% Wollwachs wie zB Pruelan Salbe.

5. Milchpumpe besorgen. Gerade wenn die Milch nicht so richtig fließen will, kann man das wirklich gut mit der Pumpe noch zusätzlich stimulieren. Ich hab die von Philips Avent* mit drei "Geschwindigkeiten".


Weitere Vorteile der Pumpe sind "Unabhängigkeit". Die Mama muss nicht immer da sein, kann auch mal zum Arzt ohne Baby (da hatte ich ihn vor allem Anfangs nicht so gerne mit), oder dann später auch mal ein Gläschen Wein trinken gehen, ohne das man Angst haben muss, dass keine Muttermilch da ist.
Man kann das ganze wunderbar einfrieren, aber die von einer Hebamme empfohlenen max. 6 Monate würde ich es dann doch nicht einfrieren, da sich der Geschmack von den Zwergen auch mal ändern kann. Meiner mochte dann die Milch von vor ein paar Monaten dann nicht mehr. War ihm wohl zu Eisenhaltig.

Dann beginnt mein Kleiner gerade zu zahnen und ich spüre den kleinen scharfen Zahn schon ganz schön. Also man weiß ja nie wie sanft oder unsanft die kleinen Zwerge werden beim Stillen mit Zahn. Da könnte es eine Alternative werden, abzupumpen und ihm die Milch dann so zu geben.

Das Abpumpen ist auch eine tolle Gelegenheit für Papas das Kind zu füttern und eine Art "Stillverbindung" aufzubauen.

Noch ein Vorteil ist es, wenn der Kleine mal nicht mehr die zweite Brust trinken wolle, die aber schon kurz vorm explodieren war, diese dann einfach abzupumpen.

Man hat, wie bereits gesagt, drei verschiedene Pump-Geschwindigkeiten und sie lässt sich einfach und unkompliziert auseinandernehmen und reinigen.
Außerdem gibt es ein Silikonkissen, welches die Brust schützt und Abrieb und Druckstellen verhindert. Man pumpt gleich in das Fläschchen und kann sofort füttern.

Anfangs dachte ich, dass aus mir nie eine Milch-Kuh werden wird, mittlerweile brauch ich gelegentlich auch Einlagen...
Durch die Hilfe von Technik wie auch Stillberaterin hab ich es doch noch geschafft. 


*PR-Sample

Sonntag, 14. April 2019

{Gelesen} Bücher übers Stillen

Ich bin relativ naiv an das Thema Stillen gegangen. Ich dachte mir, dass ich mein Kind einfach stillen werde und damit basta.
Naja, so leicht war es dann nicht. Anfangs dachte ich auch, dass ich einfach keine Milch produzieren kann. Aber durch das Lesen einiger Bücher wurde mir klar, dass sich der Milchfluss durch PDA, vorzeitigen Blasensprung und Geburt verzögern kann. Hätte ich das gleich gewusst, hätte ich bestimmt weniger Stress gehabt.

Oft gibt es zwar eigene Still-Kapitel in Babybüchern, aber mit den Problemen befassen die sich auch nicht besonders lange. Die Autorin ist Hebamme und Still- und Laktationsberaterin. Ich persönlich bin auch bei einer Stillberaterin ohne die ich heute bestimmt nicht stillen könnte. Mein Kleiner war fast 24/7 an der Brust und ich dachte, dass er ein ziemlich hungriges Baby ist. Drei Kinderärztinnen haben mir auch versichert, dass das Zungenbändchen meines Babys nicht zu kurz ist und alles okay sein sollte. Die Stillberaterin war anderer ansicht und nach dem Schneiden des Bändchens hat mein süßer Knopf dann auch wirklich genug Milch bekommen.
Darum brauchte ich noch mehr "Leseunterstützung" zu dem Thema.
Das Buch räumt auch mit allerlei Mythen rund ums Stillen auf und gibt mehrere Erläuterungen zu Stillpostionen, welche in diesem Buch wirklich ausführlich besprochen werden.


Was ich an dem Buch besonders toll fand war, dass Stillzeit und Alkohol als Thema behandelt wurden.
Ich war schon zur Kinderwunschzeit und in der Invitro Behandlung eine strikte Anti-Alkoholikerin und bin es auch während der Stillzeit. Ich hab nicht einmal zu meinem 40er was getrunken. Aber irgendwann zum Anstoßen ein Gläschen Wein, musste dann auch mal wieder drin sein.
Auch das Stillen am Arbeitsplatz wird behandelt. Wie müssen die Stillzeiten geregelt sein?
Es gibt auch ein extra Kapitel zu den Problemen. Hier sind wohl die häufigsten Probleme mit denen man zu kämpfen hat aufgelistet. 
Dennoch würde ich bei schwerwiegenden Problemen eine Stillberaterin empfehlen. Diese kann beispielsweise die Brust mit Sport-Tape "Tapen", wenn die sie nicht komplett abgestillt werden kann, weil ein Milchkanal verstopft ist.
Zudem gibt es auch noch ein Ernährungskapitel, wenn das Baby größer wird. Hierbei wurden auch die Ess-Typen vorgestellt. Es gibt Brei, Breifrei-Fingerfood und Baby-Led Weaning. Ich kannte die Gruppen ehrlich gesagt noch nicht.


Ein wirklich umfassender "Baby-Almanach". Ich liebe solche Bücher! Das Buch hat auch einige tolle Illustrationen und erklärt warum einige Dinge so sind, wie sie sind. Dadurch versteht man auch besser warum einiges evolutionstechnisch so ist, wie es ist.
Das man beispielsweise eine Wärmeflasche statt sich hinlegen sollte, wenn man sich vom eingeschlafenen Baby wegstiehlt, da das Baby die Wärme mit seinen feinen "Sensoren" spürt. Was ja auch wirklich wichtig war, als unsere Vorfahren Babys hatten und das Überleben und nicht auskühlen essentiell war.
Das eigene Tragekapitel war auch wirklich sehr interessant. Ich trage mein Baby wirklich sehr gerne und seit ich weiß, dass ein getragenes Baby seine Muskeln - vor allem im Nackenbereich - und seinen Gleichgewichtssinn trainiert, noch lieber.
Es gibt auch ein eigenes Windelfrei Kapitel. Doch dieses Thema ist von uns noch ganz weit weg. Das Baby soll man "Abhalten". Sorry, aber bei uns gibt es noch keine Ausscheidungskommunikation und ich muss noch immer auf die bösen Plastikwindeln setzen.
Fragen ob nächtliches Stillen zu Karies führt, Tragen zu Rückenproblemen usw. werden hier beantwortet.
Auch hier sollte man sich die Inhaltsangabe online ansehen, da man hier wirklich einen tollen Überblick über das Buch erhascht.

*Rezensionsexemplare

Review - Philips SpeedPro Max Aqua

Der Frühjahrsputz steht an. Ob ihr es glaubt oder nicht, beim Staubsaugen ist mein Freund der absolute Experte und er liebt es total. Da wir...