Montag, 5. November 2018

{Schwangerschaft} alles Yoga oder was?

Erstmals herzlichen Dank für die netten Worte zu meinen ersten Kinderwunsch Blogbeitrag. So viele haben mich darauf angesprochen. Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich so viele begeisterte Rückmeldungen von euch bekomme.

Aber hier soll es ja um Yoga gehen...



Ja, Yoga war nicht meine Welt. Ich muss auch zugeben, dass ich komplett falsche Vorstellungen von Yoga hatte, es sei denn es waren die richtigen und meine Vorstellungen jetzt sind falsch.

Eine Freundin von mir ist absolut Yoga begeistert. Mehr noch, sie lebt Yoga. Das bedeutet eine komplette Essens- und Lebensumstellung. Ich sollte dann auch gleich zum Bikram Yoga mit und mich in der wunderbaren 90 Grad Hitze verbiegen. Erm, nein danke. Mein Lebensstil ist meist gut und für mich nicht gleich umstellbar und bei 90 Grad fällt mein Kreislauf sowieso in sich zusammen.

Yoga hatte von nun an immer diese Stereotype der stehen gebliebenen Hippie-Kultur bei der alle in Batikstoffen herumlaufen, die besseren Veganer - also Frutarier - sind und Straßenlaternen samt abgestellter Fahrräder einstricken. Friede, Freude, Eierkuchen mir scheint die Sonne aus dem....

Meine Sonne schien lange nicht und schon gar nicht aus dem...
Leider...


Naja, da man im Zuge der Kinderwunsch Prioritäten ja wirklich alles versuchen will, ging das sogenannte Luna Yoga, welches die Empfängnis positiv beeinflussen sollte auch an mir nicht so einfach vorrüber. Dennoch hab ich mich dann für die "Normalo-Variante" Hatha Yoga entschieden.

Genau dann als wir unseren 7. Invitroversuch starteten habe ich damit angefangen. Als ich meine einzige befruchtete Eizelle retour bekam hab ich weiter gemacht. Nach dem positiven Bluttest (das erste Mal in unseren zwei Jahren Kiwu-Marathon) hab ich weiter gemacht und der Yogi mitgeteilt, dass ich schwanger bin und nicht alles mitmachen möchte wo zB. der Bauch höher als der Kopf ist usw.
Ob ich schwanger wegen des Yoga wurde? Ich wage es zu bezweifeln. Dennoch ist jede Entspannung gut und bestimmt nicht verkehrt. 


Da ich jetzt in der 30. Schwangerschaftswoche bin und nach fünf Stufen schon schnaufe als wäre die gesamte Rebellen-Allianz hinter Darth Vader her, habe ich mich vor vier Wochen wieder zum Schwangerschaftsyoga angemeldet. Schön sanft, kein Marathon.

Genau diese entspannende Müdigkeit nach dem Yoga finde ich nett. Man ist nicht ausgepowert wie nach einem 6km Run, aber gut dafür würden bei mir in der Schwangerschaft auch nur ein km reichen.

Wobei ich bei manchen Übungen noch immer schmunzeln muss. Beispielsweise mussten wir bei der Katze-Kuh Stellung (also mit Knien und Händen am Boden) den Popo kreisen lassen und die Yogi meinte, dass wir die Pobacken zusammekneifen sollen und uns vorstellen sollen, wir hätten einen Stift im Anus und damit malen wir auf eine imaginäre Leinwand.

Wie ich überhaupt nicht los geprustet habe als sie dann noch meinte, dass wir immer die Lippen locker lassen sollten, da die Lippen direkt mit den Schamlippen in einer Verbindung stehen, ist mir bis heute ein Rätsel.  Ich hoffe, dass ich daran dann denke sobald ich Wehenschmerzen habe und die Zähne zusammenbeiße.

Ich habe das Schwangerschaftsyoga als ideal für mich und meinen kleinen Mäusespeck empfunden und freue mich auf jede wöchentliche Einheit. Ein Zusatz ist zudem, dass wir vorher auch besprechen dürfen, wie es uns geht und worin unsere Ängste liegen. Der Austausch mit anderen Schwangeren ist da schon toll, da es oft gleiche Sorgen gibt. 

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